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Grenzbilder von Jürgen Ritter

 

 

Von Witzenhausen an der Werra bis Wüstensachsen in der Rhön östlich von Fulda erstreckte sich über eine Länge von 269,7 Kilometern die Landesgrenze Hessens zur DDR bzw. deren Bezirke Erfurt und Suhl.

Durch das Wanfrieder Abkommen vom 17. September 1945 erfolgte ein Gebietsaustausch. Davon waren fünf hessische und zwei thüringische Dörfer betroffen. Züge auf der "Whisky-Wodka-Linie" mussten nicht mehr die sowjetisch besetzte Zone durchfahren.

Von 1972 bis zur VViedervereinigung war der "Point Alpha" eine der markantesten Beobachtungspunkte der US-Streitkräfte in Europa. Er lag im Zentrum der NATO-Verteidigungslinie Fulda Gap (Fuldaer Lücke).

Im Ergebnis des Grundlagenvertrages zwischen beiden deutschen Staaten konnten die Kaliwerke im Raum Heringen ihre Produktion über eine Eisenbahnlinie durch das Gebiet der DDR nach Bebra transportieren.

Spektakuläres Beispiel für die widernatürliche deutsche Teilung war die Hoßfeldsche Druckerei in Philippsthal. Über viele Jahre war die Verbindungstür zum östlichen Gebäudeteil zugemauert. Bis 1976 verlief hier die Grenze zur DDR quer durch das Gebäude.

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